Fünf Fragen an Tim Kreisel

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21 Jahre alt, gerade mit der Ausbildung fertig und direkt die nächste Prüfung vor sich. Sein Coach hält ihn für einen der drei Führungsspieler der Torros und muss aktuell verletzungsbedingt auf ihn verzichten. Bis auf eine Saison in der er zusätzlich das Trikot des MTV Kronberg in der NBBL trug, trug er seit der U14 nur das Torros-Shirt. Er schwamm und rannte bei den Leichtathleten, die wahre Liebe zum Sport fand Tim Kreisel aber erst im Basketball. Heute steht er für fünf Fragen Rede und Antwort!

 

Hallo Tim, die Saison ist jetzt seit knapp 4 Wochen im Gange und die Torros stehen mit 2 Niederlagen aus 2 Spielen - wie geht es dir und dem Team?

Hallo zusammen!
Wir wussten, dass es von Anfang an schwer für uns wird. Wir haben direkt als Erstes gegen den Absteiger aus der 2. Regionalliga gespielt. Dieser ist erfahrungsgemäß einer der Favoriten auf den Titel in der schwächeren Oberliga. Dennoch konnten wir das Spiel auf Augenhöhe gestalten und haben letztendlich nur minimal knapp verloren. Der guten Stimmung im Team hat die Niederlage aber keinen Abriss gegeben. Wir fokussieren uns als Team auf uns. Wir hatten in Langgöns, obwohl wir teilweise überragend die Würfe freigespielt haben, überhaupt kein Wurfglück. Das muss man akzeptieren und die Konsequenzen daraus ziehen. Es ist schwer dem Team Vorwürfe zu machen, wenn man gut als Team zusammen spielt, aber die Würfe nicht trifft. Um auf die Frage zurück zu kommen: Der Start war klar nicht optimal, die Art und Weise wie wir spielen lässt mich aber optimistisch in die Zukunft blicken.

Das Team ist diese Saison vermutlich das jüngste Team, das die Torros je ins Rennen geschickt haben und du musst mit deinen 21 bereits den Leader machen - wie gehst du mit dieser Situation um? Siehst du es eher als Last oder als Motivation?

Ganz klar als Motivation! Ich bekomme die Möglichkeit, mein Wissen an jüngere Spieler weiter zu geben – was Besseres kann einem als Basketballspieler nicht passieren. Die Jungs nehmen jedes Wort ernst, das man sagt. Natürlich schwingt da eine gewisse Verantwortung mit, mit der man auch noch umgehen lernen muss. 

Da wir ein sehr junges Team sind, werden wir in der Saison sicherlich eine Menge Lehrgeld zahlen. Da muss man als gutes Vorbild vorweg gehen. Ich sehe ich als Chance an, mit unserem (ich nenne es mal) jugendlichem Leichtsinn etwas Neues aufzubauen. Wir sind hungrig und wollen alle besser werden. Das sollte das Ziel eines jeden Teams sein.

Du hast NBBL gespielt und gehörst seit mehreren Jahren schon zum Kader der Torros, parallel bist du aber auch den Weg über die 3.Herren und 2.Herren gegangen - wie wichtig war dieser Weg für deine Entwicklung?

Das ich schon früh mit Seniorenbasketball angefangen habe, war sehr wichtig für mich als Basketballer. Es gab und gibt nur Vorteile als Jugendspieler bei den Herren mitzutrainieren. Man lernt früh, wie man sich gegen schnellere und/oder robustere Spieler durchsetzen kann. Das Tempo ist auch ein völlig anderes. Aber vor allem nimmt man die Erfahrung mit, die sowohl von der zusätzliche Spielzeit kommt, als auch von dem der erfahreneren Mitspielern. An dieser Stelle auch nochmal ein Dank an alle Spieler, die mich auf meinem Basketballer-Weg begleitet haben.

Mit Manuel Kunder und dir sind aktuell zwei von drei Spielern verletzt, die euer Coach als Führungsspieler sieht, was man aktuell auch auf dem Spielfeld merkt - wie zufrieden bist du mit der Performance des Teams in den ersten beiden Spielen?

Wie schon oben beschrieben sehe ich sehr positiv auf die letzten zwei Spiele zurück. Klar fiel und fällt mit Manuel Kunder auch noch unser (vermutlich) bester Spieler aus, das gibt aber auch anderen die Chance, sich zu beweisen. So kriegen andere Spieler mehr Spielzeit und können somit auch mehr Erfahrungen sammeln. Und wenn wir wieder fit sind, sind wir als Team umso stärker. Es gibt bei Verletzungen nicht nur die schlechte Seite. Trotzdem hoffe ich darauf, dass wir uns weniger mit Verletzungssorgen plagen müssen als bisher.

Wenn du einen Wunsch frei hättest bei den Zuschauern, welcher wäre dieser?

Wählt mich zum MVP.... äääh was?

Ich hoffe weiterhin auf eure starke Unterstützung. Gebt dem Team Zeit. Wir sind sehr jung und müssen Erfahrungen sammeln, um unser Potenzial individuell und als Team voll zu entfalten. Ich wünsche mir, dass ihr Spaß daran findet uns zuzuschauen, wie wir die Erfahrungen sammeln und nicht nur auf das Endergebnis zu blicken. Schließlich kommt es auf das Erlebnis an und nicht auf das Ergebnis (Grüße gehen nach Augsburg).

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