Roßdorf Torros – TSV Krofdorf/Gleiberg 82:84 n.V. (70:70; 41:31)

herren1 smallErst nach Verlängerung mussten die Torros das Feld räumen, doch können sie dies erhobenen Hauptes tun. Mit nicht mal 8 Wochen Vorbereitung, dem Ausfall ihres Go-to-Guys Manuel Kunder und der Tatsache, dass sonst keiner der letztjährigen Leistungsträger geblieben ist und somit alle gebliebenen Spieler ihre neuen Rollen erst kennen lernen müssen, war das ein absolut sehenswertes Spiel von Seiten der Torros.
Natürlich herrscht bei den Torros der Frust vor, aus einer 15-Punkte-Führung nicht mehr gemacht zu haben, doch war dies genau eine der Sachen, die der zurückgekehrte Coach David Heinrich ins Spiel brachte, als es deutlich war, dass es mit einem solch jungen Kader in die Saison ging.

In die erste Halbzeit starteten die jungen Torros wie die Feuerwehr. Mit 14:5 gewann man die ersten Minuten, mit 21:11 das erste Viertel. Man hatte den Gegner gut im Griff und offensiv konnte man mit der eigenen Variabilität punkten. Alle im ersten Viertel eingesetzten Spieler konnten direkt punkten. Im zweiten Viertel erhöhten die Gäste dann ihre Offensivbemühungen und es zeigte sich ein offener Schlagabtausch. Mit 41:31 gingen die Torros in die Halbzeitpause.
Der Coach sprach die Fehler an und ermahnte das Team jetzt konzentriert zu bleiben und weiter als Team aufzutreten. Ebenfalls gab er aber zu erkennen nicht unzufrieden zu sein, da man trotz neuer Aufstellung und ohne wahren Führungsspieler eine sehenswerte erste Halbzeit ablieferte.

In der zweiten Halbzeit zeigten sich dann die Probleme, an denen noch gearbeitet werden muss. Während die Gäste immer sicherer und treffsicherer wurden, konnte man zwar noch gegenhalten aber nur noch knapp. Das dritte Viertel verlor man knapp, ging jedoch mit noch immer führend ins Schlussviertel (57:52). Jetzt wären ruhige Spielzüge angesagt gewesen, etwas mehr Routine nötig. Doch wo soll Ruhe und Routine herkommen? Dies muss sich bei dem jungen Team erst entwickeln und so kam es, wie befürchtet. Die Gäste gingen mit 59:60 in der 34.Minute erstmals in Führung, was auch zwei Auszeiten der Torros nicht unterbinden konnten. Ab jetzt wackelten die Torros und kamen offensiv kurzzeitig auf keinen grünen Zweig. Kein Wurf fand sein Ziel und man sah bei Pässen und Korblegerversuchen den Jungs die Nervosität an.

Bei 61:70 aus Sicht der Torros war nochmal Zeit für das letzte Aufbäumen und es gelang. Zwei Dreier und zwei erfolgreiche Freiwürfe brachten die Torros auf 69:70 heran, ehe die Torros beim Zug zum Korb erneut gefoult wurden. Die Torros verwandelten nur einen Freiwurf kurz vor Ende des Spiels und konnten so zum 70:70 ausgleichen. Die Gäste versuchten nochmal einen schnellen Abschluss, konnten diesen aber nicht erfolgreich abschließen und so hieß es Verlängerung!
In der Verlängerung gaben beide Teams nochmal Vollgas und konnten mit zwei erfolgreichen Dreiern sogar noch mal mit 78:77 in Führung gehen. Doch jetzt vermisste man den routinierten Führungsspieler, denn statt ruhig und gelassen die letzten Minuten anzugehen, verhaspelte man sich in der Offense noch zu oft in 1:1-Situationen und gab das Spiel am Ende 82:84 ab.

„Ich war direkt nach dem Spiel ziemlich gefrustet, denn 15 Punkte Vorsprung darfst du nicht abgeben. Aber mit etwas Abstand muss man doch das ganze relativieren und positiv sehen. Dieses junge Team, das sich in der Hierarchie noch finden muss und das solche Situationen noch öfter erleben muss, um seine Lehren daraus zu ziehen hat es geschafft das eigene Publikum mitzuziehen, sehenswerten Basketball zu spielen und sich über die gesamte Spieldauer als Team zu präsentieren. Dazu möchte ich das Team beglückwünschen, denn es gibt viele Leute, die ihnen das so nicht zugetraut hätten nach den ganzen Abgängen!“, so Coach David Heinrich abschließend.

Es spielten: Reichert 19/2, Heßler 12, Eichhorn 11/3, Marx 11/1, Kreisel, F. 10, Kreisel, T. 9, Tümmler 5, Sittig 4/1, Gül 1, Rolf

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