Torros vor schwieriger Saison

Am Wochenende startet die Oberliga Hessen in die Saison 2019/2020. Aufgrund einer Hochzeit beim Gegner TSV Langgöns haben sich die Torros mit dem Gegner verständigt und ihr Auftaktspiel in der Ferne in den Oktober verlegt, was bedeutet das der Heimspielauftakt auch der Saisonauftakt sein wird am 21.9. um 19:00 gegen den Absteiger aus der Regionalliga, TSV Krofdorf-Gleiberg.

Doch wie werden die Torros aussehen? Wer steht auf de Feld? Wer daneben? Immerhin ging es drunter und drüber am Ende der vergangenen Saison. Mit Ivan Gombovic ging bereits im Januar während der Saison einer der sportlich besten, der je ein Torros-Trikot trug und als dann kurz darauf auch der Coach drei Spieltage vor Saisonende zurücktrat, stand alles bis dahin erreichte unter einem schlechten Licht. Die Mannschaft coachte sich selbst die letzten Spieltage und verabschiedete sich mit einem Auswärtssieg in Kronberg aus der Saison.

Dann war es erstmal lange still. Ein neuer Coach musste her, doch ob man eine Mannschaft haben würde stand noch in den Sternen. Immerhin wurde der von allen herbei gesehnte Aufstieg nicht erzielt und gerade im Basketball, dem schönsten Sport der Welt, können erfolgreiche Mannschaften schneller als man denkt auseinanderbrechen.

In eine solche Situation einen völlig neuen Coach zu setzen, den Verein und Spieler nicht kannten, stand als Option nicht zur Debatte, so dass der Vorgänger auch gleichzeitig der Nachfolger des zurückgetretenen Coaches ist. David Heinrich hat sich im Mai bereit erklärt die Verantwortung wieder zu übernehmen und dem schwankenden männlichen Bereich der Abteilung Basketball wieder Stabilität zu geben nach einer Saison, in der er sich mal lediglich um die U18 in der Jugendoberliga gekümmert hatte.
Doch die Hoffnung so viel wie möglich von dem Spielerpersonal zu behalten zerschlug sich recht schnell. Nach dem Abgang von Ivan Gombovic entschieden sich auch Julian Lexa und Tyrone McLaughlin die Torros zu verlassen – beide haben sich dem Regio2-Team VfL Bensheim angeschlossen.

Ebenso verließ Tobias Hofer nach einem Jahr Zugehörigkeit die Torros wieder und schloss sich dem Landesligisten TV Babenhausen an. Auch Matevz Domajnko hat die Torros verlassen, sein Ziel ist unbekannt. Von der erfahrenen Garde der letzten Jahre bleibt somit nur noch Manuel Kunder übrig, der mit seinen 27 Jahren der Mannschaft Stabilität auf allen Positionen geben muss, denn großartige Neuzugänge sind bei dem aktuellen Spielerangebot und der Tatsache, das sich die Torros an der finanziellen Wettrüsterei, die mehr und mehr in der Region stattfindet, nicht beteiligen werden kaum in Sicht.

Mit Felix und Tim Kreisel, die mit ihren 21 Lebensjahren schon jetzt einige Jahre Erfahrung bei den 1.Herren vorweisen können, Simon Marx, Paul Eichhorn, Marvin Rolf und Bican Gül konnte man aber ein junges zukunftsträchtiges Gerüst erhalten, das bereits in den letzten beiden Jahren bei den 1.Herren aktiv war. Dazu kommen mit Lukas Janott, Peter Droßé und Moritz Heßler junge Spieler, die allesamt in Roßdorf ausgebildet wurden und zusätzlich noch mit der 2.Herren auf Körbejagd gehen werden.

Komplettiert wird das Team von Danny Sittig und Armin Reichert, die beide noch in der letzten Regio2-Saison für die Torros am Ball waren und Lucas Tümmler, der aus der 2.Herren aufrückt.

„Ich musste lange drüber nachdenken, ob ich es nochmal machen soll. Nach mehreren Gesprächen wie es weitergehen soll, auch mit den damals noch nicht gewechselten Spielern habe ich mich letztlich dazu entschlossen zu helfen. Das wir dann Spieler an finanzstarke Clubs verlieren, sehe ich mittlerweile sogar als Kompliment für unsere Ausbildung. Nun gilt es erneut ein Team zu formen, in dem es aktuell keine Hierarchien gibt, nur eine Menge Potenzial. Ich habe einen großen Respekt vor dieser Aufgabe, denn wir haben keine Alleinunterhalter mehr. Wir haben nicht mehr den vermutlich schnellsten Point Guard der Liga und auch nicht mehr den vielleicht besten Small Forward der Liga. Wir haben eine Menge junge Spieler mit Potenzial, denen es an Erfahrung mangelt und an spielerischer Konstanz, aber dafür auf ihre neue Aufgabe brennen. Wir werden am Anfang unsere Schwierigkeiten haben und werden vermutlich unserer komplett neuen Zusammenstellung und unserer mangelnden Erfahrung mehr als einmal Tribut zollen müssen. Aber ich finde die Situation auch interessant und bemerkenswert. Wir haben einen Kader voller selbst ausgebildeter Spieler, das sind unsere Jungs! Und das sollte man honorieren. Es kann am Anfang erstmal nur um den Klassenerhalt gehen, aber mal sehen wie sich das ganze entwickelt. Ich kann nur an jeden appellieren diese junge Truppe zu unterstützen, denn wo andere gingen sind sie geblieben, um weiter die Farben der Torros, ihre Farben zu tragen und zu präsentieren!“, so der alte und neue Coach.

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