Fünf Fragen an Simon Marx

SimonBasketballWebVersionJahrgang 1999, immer das Küken im Team und doch einer der jüngsten, der je sein Debüt bei den 1.Herren feierte. Heute gibt uns Simon einen Eindruck rund um sein Leben bei den Torros.

Hallo Simon! Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Aktuell haben wir Zeit, viel Zeit – normal stehst du inkl. Spiel bis zu viermal in der Halle je Woche. Dein Team hat einen Trainingsplan bekommen. Ganz ehrlich, was macht die Fitness? Wie verbringst du die Zeit gerade und wie beeinflussen die Corona-Einschränkungen gerade dein Basketballer-Leben?

Gude, ja das mit der Zeit ist so eine Sache. Im Oktober hat mein Architektur-Studium begonnen, das beansprucht tatsächlich einen Großteil meiner Tageszeit. Leider, aus gegebenem Anlass, alles online und daher total anders als erhofft aber zu tun habe ich dennoch eine ganze Menge. Und gerade deshalb versuche ich doch so oft wie ich kann Sport zu machen, vor allem als Ausgleich zum Zimmerstudium aber natürlich(!) auch um fit zu bleiben.

Letzte Saison und auch in den ersten drei Spielen war viel von dir gefordert. Eigentlich zu klein für deine Position beeindruckst du immer wieder bei Rebounds und Defense, bist aber auch in der Lage offensiv Akzente zu setzen. Größere Gegenspieler stellen dich vor weniger Probleme als man denkt, obwohl du eigentlich in deiner Jugend eher auf den kleinen Positionen zu Hause warst. Wie kam es zu dieser Entwicklung und wie sehr kannst du dich mit dieser Aufgabe identifizieren, in der harte Arbeit wichtiger ist als Glanz und Gloria?

Ich bin der Meinung, dass eine gute Defensive Spiele gewinnt. Klar muss man auch scoren, aber trotzdem gewinnt die beste Offense nicht, ohne wenigstens eine durchschnittliche Defense. Lieber ein unschöner Sieg, als eine pittoreske Niederlage. Das sehe ich eigentlich schon so, seitdem ich mich mit Basketball beschäftige. Und so habe ich dann auch mein Spiel ausgerichtet. Mache es dem Gegner so schwer wie möglich. Dabei ist es eigentlich egal welcher Statur dein Gegenspieler ist. Man kann sich auf alles einstellen.
Dass ich dann die letzten Jahre vor allem große Spieler verteidigt habe, entstand daraus, dass ich immer in relativ kleinen Teams gespielt habe. Wir waren auf den Außenpositionen sehr gut und breit besetzt aber unterm Korb immer etwas schwächer, hatten maximal einen oder zwei große Spieler. Da ich noch nie ein Problem mit größeren und stärkeren Gegnern hatte, entwickelte sich daraus meine Rolle. Dennoch möchte ich auch die anderen Positionen verteidigen können, das macht im modernen Basketball einiges einfacher. Dies bezüglich ist allerdings noch einiges zu tun. Das gilt auch für die Offensive: Da für mich dort die Position unterm Korb noch ungewohnter ist, besteht dort auf jeden Fall noch großen Aufhol- und Verbesserungsbedarf. BigMan-Moves gehören jetzt noch nicht wirklich zu meinen Stärken…

 

Du bist fester Bestandteil der Starting Five der Torros. Wie kamst du zum Basketball und hättest du damals gedacht, dass du bei deinem Debüt für die Torros zu den jüngsten Spielern zählen würdest? Kannst du dich an dieses Spiel noch erinnern?

Ursprünglich komme ich, wie die Kreisels von der Leichtathletik. Zusätzlich wollte ich aber auch Teamsport betreiben. Ich habe darauf einiges ausprobiert, aber Basketball war einfach die perfekte Ergänzung. Nach ein paar Jahren des Zweigleisigen musste ich mich entscheiden, da die Zeit einfach nicht ausreichte, um beide Sportarten so ernst zu betreiben, wie ich wollte. Ich bin froh, dass ich mich für Basketball entschieden habe.
Schon zu dieser Zeit war ich bei jedem Heimspiel der 1.Herren in der GKH. Ab da an wollte ich auch unbedingt mal dort spiele. Dunkel kann ich mich noch an mein erstes Spiel für die 1.Herren erinnern. Es war ein gar nicht so schlechtes Auswärtsspiel beim VfL Bensheim in der Saison 17/18. Aufgrund einiger Ausfälle bin ich nachgerückt. Wirklich viel weiß ich nicht mehr, nur noch, dass ich supernervös und aufgeregt war.

Wir wissen von deiner Vorliebe für Autos – wie zeigt sich das? Investierst du in dieses Thema viel Zeit neben dem Basketball? Wo trifft man dich an, wenn du nicht in der Halle bist?SimonStudium

Ja, das stimmt. Ich interessiere mich für Autos in etwa so lange wie ich Sport treibe; habe deshalb nach meinem Abi auch eine Ausbildung in der Richtung begonnen. Die drei Jahre haben mir wirklich Spaß gemacht und ich habe ohne Ende gelernt. Nicht nur Dinge zum Thema Auto.
Vor allem ältere Modelle haben es mir angetan, an denen man auch noch ohne große Mittel selber arbeiten kann und so verbrachte ich dann auch die letzten Jahre so einige Stunden mit dem Basteln an Autos. Zurzeit kommt das leider viel zu kurz. Allerdings haben sich durch das Studium meine Prioritäten auch verschoben. Es gibt nun andere Dinge, die ich super interessant finde und denen ich meine Zeit widme. Dementsprechend findet man mich derzeit fast ausschließlich am Schreibtisch.

Wenn dich ein Jugendspieler jetzt fragen würde, was er tun muss, um auch mal Nachwuchsbundesliga oder 1.Herren bei den Torros zu spielen, was würdest du ihm sagen?

Wenn du Ambitionen hast, dich mit guten oder sehr guten Basketballern/innen zu messen, dann musst du dafür sorgen, dass du Ihnen gewachsen bist. Dazu musst du dich stetig verbessern. Das gelingt vor allem, wenn man offen aber fokussiert die Dinge angeht. Niemals sagen „Das kann ich nicht“ oder „Das ist für mich nicht wichtig“. Aus jeder Situation kann man etwas lernen, etwas mitnehmen. Auch wenn es nur kleinste Kleinigkeiten sind. Du musst dir dessen bewusst sein was du oder andere tuen, so erkennst du was gut war und was nicht. Woran du arbeiten musst und was schon besser war als beim letzten Mal. Aber das wichtigste ist ganz einfach den Spaß am Spiel nicht zu verlieren. Nur wenn du Spaß am Basketball hast kommst du wieder in die Halle, um besser zu werden. Die Liga in der man letzten Endes spielt ergibt sich dann ganz von selbst.

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